GESCHICHTE

Die Bimbachen oder Bimbapes waren die ersten vorspanischen Siedler der Insel El Hierro. Diese wurde im 15. Jhr. von Jean de Béthencourt im Auftrag des kastillischen Königs erobert. Die Existenz der Urbevölkerung ist seit mindestens dem Jahre 120 unseres Zeitalters nachgewiesen. Aus ihrer Ära stammen die zahlreichen in Stein gearbeiteten Felsbilder (Petroglyphen), die sowohl in El Julan als auch in La Caleta vorzufinden sind. Auf die frühe Besiedlung verweisen auch  die  sogenannten Tagoror oder Steinkreise, die als Rats – und Versammlungsplätze der Altkanarier gelten, wie auch die Höhlenbehausungen und Fundhaufen aus Überresten von Muschelschalen sowie allerlei   Hausrat und Gerätschaften. Sie alle zeugen von einem beschwerlichen und bescheidenen Leben. Die Urbevölkerung war eine  Sammlergesellschaft und  betrieb die Viehhaltung von Nutztieren wie Ziegen und Schweinen. Das Zeremoniell  war der sakralen Verehrung eines Schweins, die die Eingeborenen “Aranfaibo” nannten, gewidmet. Ihre Götter hießen Eraoranzan und Moneiba.

Garoé

Die Insel El Hierro war im Laufe ihrer Geschichte auch unter den Namen    Ombrion, Capraria, Pluvialia, Eseró oder Hero bekannt.

Am 6. Januar 1546 wird erstmals mit der Verehrung des Marienbildnis, der Jungfrau der Heiligen Drei Könige (“Virgen de los Reyes”) begonnen. Diese soll später noch eine grundlegende Rolle in der Geschichte der Insel erhalten. Die Heiligenfigur die erst Schutzpatronin und Eigentum der Hirten der Dehesa Hochebene war, ist heutzutage  das bedeutendste kulturelle und religiöse Sinnbild der Bewohner El Hierros.

Seit Menschengedenken leiden die Bewohner der Insel an Wasserknappheit. Aus diesem Grund fällt dem Garoé – Baum , auch heiliger Baum genannt, eine gewichtige Rolle in der Trinkwasserversorgung zu. Nach seiner Entwurzelung durch einen Sturm im Jahre 1610 beginnt man den Wasserverbrauch mit der optimalen Nutzung der knappen Quellen und Ressourcen zu verknüpfen. Die bedeutendste Quelle ist die von Azofa, in der Nähe des Örtchens Isora, die in Erläßen des Inselsrat schon am Anfang des 18. Jhr. über  Schutzvorschriften verfügte. Die Bewohner der Insel erhalten noch uralte Verfahrensweisen, von denen einige direkt auf die Bimbachen zurückzuführen sind. So zum Beispiel die Benutzung der sogenannten “eres” und “maretas”, die nichts anderes als ein Prinzip der natürlichen Süsswasserspeicherung durch künstliche Aushebung eines Auffangbeckens an Berghängen ist, oder des wirklich einzigartigen Gebrauchs der “guásimos”, von Menschenhand geschaffenen oder natürlich vorkommenden Aushöhlungen und Mulden im Inneren der Bäume, in denen bis zu 100 Liter Regenwasser aufgesammelt werden kann.